Vor vier Jahren verlor eine Firma über Nacht ihr Geschäft. Heute gewinnt sie Aufträge, um die die größten Konzerne der Welt nicht mitbieten dürfen. Die Geschichte unserer geheimen Position.
Sehr interessanter Artikel. Vielen Dank! Nur eine Frage zu …Amazon darf nicht mitbieten… Ist das so? AWS betreibt z. B. bereits eine "European Sovereign Cloud" über lokale Tochtergesellschaften. Hyperscaler können Souveränitätsanforderungen über lokale Rechtseinheiten umgehen, wenn sie wollen. Oder gibt es in Canada dazu speziellere Kriterien?
das stimmt, für die breite Masse werden AWS und Co. mit ihren Töchtern extrem erfolgreich sein. Wenn es aber um wirklich hochsensible Regierungs- oder Sicherheitsdaten geht, wollen viele Staaten jedoch das Restrisiko (dass eine US-Konzernmutter am Ende doch Daten herausgeben muss) ausschließen. Da sind die Hyperscaler dann raus.
Hinzu kommt, dass es am Ende auch um Wirtschaftsförderung geht. Wenn Staaten wie Kanada riesige Investments in KI-Infrastruktur tätigen, wollen sie eigene, heimische Unternehmen aufbauen und das Geld nicht ins Silicon Valley abfließen lassen. Das ist zumindest das, was ich in meiner Recherche herausgefunden habe.
Moin, danke dir fürs Feedback! Das sind beides absolut berechtigte Punkte.
Zur Verwässerung: Die Sorge hatte ich auf den ersten Blick auch. Man muss bei HIVE aber etwas tiefer in die Finanzierung schauen: Beide Wandelanleihen wurden mit Capped Calls strukturiert. Dadurch wird die wirtschaftliche Verwässerung beim ersten Deal bis ca. 4,92$ und beim zweiten bis ca. 8,53$ je Aktie deutlich begrenzt. Grundsätzlich sehe ich Verwässerung auch nicht per se als schlecht an, wenn das aufgenommene Kapital langfristig einen höheren Return on Investment erzielt als es kostet.
Und auch bei der Bitcoin-Abhängigkeit hast du völlig recht. Genau das macht den Investment Case für uns aber erst spannend. HIVE wird vom Markt noch immer überwiegend als Krypto-Miner bewertet, obwohl der Pivot in Richtung HPC aus unserer Sicht bereits klar erkennbar ist. Der Bewertungsabschlag gegenüber reinen AI-/HPC-Infrastrukturunternehmen ist deshalb aus unserer Sicht gerade die Chance. Genau darauf gehen wir nächste Woche noch ausführlicher ein und versuchen, die verschiedenen Unternehmen und Geschäftsmodelle möglichst vergleichbar gegenüberzustellen.
Servus Matteo, danke für den Einblick in die Strukturierung. Capped Calls nehmen hier auf alle Fälle Druck vom Kessel (auch wenn die Prämien für diese Absicherung direkt Cash kosten, aber ich denke das ist verkraftbar).
Für mich bleibt bei dieser Größenordnung am Ende das operative ExecutionRisiko der entscheidende Faktor.
Aber ich sehe euere “Turnaround-Idee” und den VT dieser Aktie.
ich freue mich auf euren Vergleich nächste Woche!
Danke nochmals für die ausführliche Antwort. Hat mich bei den wichtigsten Punkte gut abgeholt
Sehr interessanter Artikel. Vielen Dank! Nur eine Frage zu …Amazon darf nicht mitbieten… Ist das so? AWS betreibt z. B. bereits eine "European Sovereign Cloud" über lokale Tochtergesellschaften. Hyperscaler können Souveränitätsanforderungen über lokale Rechtseinheiten umgehen, wenn sie wollen. Oder gibt es in Canada dazu speziellere Kriterien?
Moin Axel,
das stimmt, für die breite Masse werden AWS und Co. mit ihren Töchtern extrem erfolgreich sein. Wenn es aber um wirklich hochsensible Regierungs- oder Sicherheitsdaten geht, wollen viele Staaten jedoch das Restrisiko (dass eine US-Konzernmutter am Ende doch Daten herausgeben muss) ausschließen. Da sind die Hyperscaler dann raus.
Hinzu kommt, dass es am Ende auch um Wirtschaftsförderung geht. Wenn Staaten wie Kanada riesige Investments in KI-Infrastruktur tätigen, wollen sie eigene, heimische Unternehmen aufbauen und das Geld nicht ins Silicon Valley abfließen lassen. Das ist zumindest das, was ich in meiner Recherche herausgefunden habe.
VG Matteo
Danke für deine Erklärung dazu.
Servus, wiie immer macht es Spaß euere Analysen zu lesen. . V.a. die These zur "souveränen KI" ist spannend.
Zwei Dinge machen mir fundamental aber noch Gedanken
1. 3,5 Mrd. CapEx bei so kleiner Market Cap? Das riecht bei den Wandelanleihen extrem nach Verwässerung für die Aktionäre.
2. Fast der komplette Umsatz ist aktuell noch reines Bitcoin-Mining. Die Aktie hängt also eigentlich voll am Krypto-Tropf.
Wie seht ihr das massive Verwässerungsrisiko bei diesem teuren Umbau? Grüße
Moin, danke dir fürs Feedback! Das sind beides absolut berechtigte Punkte.
Zur Verwässerung: Die Sorge hatte ich auf den ersten Blick auch. Man muss bei HIVE aber etwas tiefer in die Finanzierung schauen: Beide Wandelanleihen wurden mit Capped Calls strukturiert. Dadurch wird die wirtschaftliche Verwässerung beim ersten Deal bis ca. 4,92$ und beim zweiten bis ca. 8,53$ je Aktie deutlich begrenzt. Grundsätzlich sehe ich Verwässerung auch nicht per se als schlecht an, wenn das aufgenommene Kapital langfristig einen höheren Return on Investment erzielt als es kostet.
Und auch bei der Bitcoin-Abhängigkeit hast du völlig recht. Genau das macht den Investment Case für uns aber erst spannend. HIVE wird vom Markt noch immer überwiegend als Krypto-Miner bewertet, obwohl der Pivot in Richtung HPC aus unserer Sicht bereits klar erkennbar ist. Der Bewertungsabschlag gegenüber reinen AI-/HPC-Infrastrukturunternehmen ist deshalb aus unserer Sicht gerade die Chance. Genau darauf gehen wir nächste Woche noch ausführlicher ein und versuchen, die verschiedenen Unternehmen und Geschäftsmodelle möglichst vergleichbar gegenüberzustellen.
Freut mich, dass du dabei bleibst! VG Matteo
Servus Matteo, danke für den Einblick in die Strukturierung. Capped Calls nehmen hier auf alle Fälle Druck vom Kessel (auch wenn die Prämien für diese Absicherung direkt Cash kosten, aber ich denke das ist verkraftbar).
Für mich bleibt bei dieser Größenordnung am Ende das operative ExecutionRisiko der entscheidende Faktor.
Aber ich sehe euere “Turnaround-Idee” und den VT dieser Aktie.
ich freue mich auf euren Vergleich nächste Woche!
Danke nochmals für die ausführliche Antwort. Hat mich bei den wichtigsten Punkte gut abgeholt